Artikel erschienen am 01.10.2014
E-Paper

Risikomanagement

Die lebensnotwendige Vorsorge für Ihr Unternehmen

Von Dipl.-Kffr. Sabine Kramer, Magdeburg

Sie als Unternehmer haben ein weites Aufgabenspektrum und eine große Verantwortung. Sie benötigen ein geeignetes Instrumentarium, um alle Unternehmensbereiche im Blick zu haben. Dies ist nicht immer einfach und oft fehlt die Zeit für ein umfangreiches Risikomanagement.

In der Regel kennen Sie Ihren Markt, Ihr Produkt, kalkulieren Ihre Preise. Das alles sind Aspekte des unabdingbaren Risikomanagements.

Empfehlenswert ist die Veranschaulichung der einzelnen Aspekte durch den Gebrauch geeigneter AnalyseTools. Hier stehen Ihnen zahlreiche unterstützende Werkzeuge zur Vorbereitung eines vollständigen Risiko­managements zur Verfügung.

Sie erhalten eine Potenzialanalyse – u. a. zu den Themen Strategie, Liquidität, Führung, Kundenpflege und Personalentwicklung. Aus Ihren Angaben werden eine Situationsanalyse Ihres Unternehmens und Handlungsempfehlungen zur Optimierung Ihrer Unternehmensentwicklung generiert. Die Ergebnisse müssen dann in einer Zeit-Maßnahme-Planung festgeschrieben und umgesetzt werden.

Nicht zu unterschätzen ist die dauerhafte Sicherung Ihres Unternehmens im Rahmen der Risikoanalyse. Dafür ist eine langfristige Vorbereitung der Nachfolge oder der Notfallsituationen sehr wesentlich. Schon als Gründer sollten Sie mindestens auf folgende Fragen eine Antwort haben:

Gibt es Kontovollmachten für den Ernstfall?
Haben Sie eine Unternehmensplanung?
Sind wichtige Kennwörter (z. B. PINs, Computer-passwörter) hinterlegt?
Haben Sie ein Notfallhandbuch?
Gibt es Vertretungsregelungen bzw. haben Sie einen Nachfolger?
Gibt es Regelungen zur privaten Vermögenssicherung?
Kennen Sie den Wert Ihres Unternehmens?
Ist Ihre Altersvorsorge gesichert?
Sind aktualisierte Eheverträge, ein Testament bzw.
Gesellschaftsverträge vorhanden?
Existiert ein „Fahrplan“ für Ihre Unternehmens­nachfolge?

Zudem sollten Sie sich auch bei Ihren Banken bzw. bei der Creditreform über Ihr Ratingergebnis informieren. Nutzen Sie die proaktive Kommunikation gegenüber der Bank und begünstigen Sie so eine mögliche
Kreditzusage und die Konditionen.

Die Einführung eines Risikomanagementsystems bietet Ihnen eine vollumfängliche und ganzheitliche Betrachtung Ihres Unternehmens. Damit entdecken Sie Optimierungspotenziale für die langfristige Sicherung Ihres Lebenswerks.

Für die Risikoanalyse sowie die Umsetzung der Maßnahmenvorschläge ist die Hilfe eines externen
erfahrenen Beraters empfehlenswert. Die neutrale Sicht eines unvoreingenommenen Dritten bringt Sie weiter.

Foto: panthermedia/alphaspirit

Ähnliche Artikel

Finanzen Steuern Recht

Unternehmensübergaben erfordern rechtzeitige Planung

Erfahrene und speziell ausgebildete Experten begleiten den oft mehrjährigen Prozess

Loslassen und in neue Hände geben ust gerade in der mittelständischen Wirtschaft eine sehr wichtige und notwendige Aufgabe. In Niedersachsen ist dieses Thema im Bundesländervergleich besonders virulent. Der Grund: Hier gibt es besonders viele mittelgroße Unternehmen mit einem Jahresumsatz zwischen 500 000 und 10 Mio. Euro.

Hannover 2019 | Iljana Raute, Hannover | Silke Reuß-Hennschen, Hannover

Finanzen Steuern Recht

Regelungsbedarf der Unternehmensnachfolge

In Deutschland stehen zwischen 2014–2018 schätzungsweise 130 000 Übergaben von Familienunternehmen an. Hiervon betroffen sind ca. 2 Millionen Mitarbeiter. Ein Regelbeispiel für eine Unternehmensnachfolge ist die Übertragung eines Unternehmens durch den Gründer/Unternehmer auf seine Kinder oder Enkelkinder.

Hamburg 2015 | Dr. iur. Daniel Mundhenke LL.M. (London), Hamburg