Artikel erschienen am 19.02.2026
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Instabilitäten der Wirbelsäule

Eine häufige (Mit-)Ursache von Wirbelsäulenbeschwerden

Von Daniel Kümpel, Braunschweig
Daniel Kümpel
Daniel Kümpel
Oberarzt Orthopädische Klinik

Lokale Schmerzen, Fehlstellung, neurologische Symptome

Nicht zwangsläufig muss eine degenerative Instabilität, insbesondere geringeren Ausmaßes, zu Symptomen führen. Es hängt nicht zuletzt vom Ausmaß der Instabilität, u.a. von messbaren Größen wie etwa dem Gleitweg des Wirbels oder der Winkelstellung der Wirbel zueinander ab.

Resultiert hier eine relevante Fehlstellung, so sind insbesondere lokale Schmerzen über dem Wirbelsäulenabschnitt zu erwarten. Bei ausgeprägten Befunden können durch Bedrängung von Nerven oder Rückenmark auch neurologische Symptome wie Gefühlsstörungen oder Lähmungen auftreten.

Therapieoptionen

Während es z.B. für Instabilitäten bei Wirbelbrüchen sehr klare international anerkannte Klassifikationen und Behandlungsempfehlungen gibt, verhält es sich bei den verschleißbedingten etwas anders. Grundpfeiler sind zunächst konservative Therapiemaßnahmen wie etwa Physiotherapie, Steigerung der körperlichen Aktivität, Kräftigung der Rumpfmuskulatur, Gewichtsreduktion usw. Nicht selten ist diese Patientengruppe auch von einer Spinalstenose (Enge des Wirbelkanals) im „instabilen“ Bewegungssegment betroffen, die Symptomatik durch die Instabilität verstärkt oder gar verursacht. Die Entscheidung einer operativen Stabilisierung („Versteifung“) bzw. Wiederherstellung eines korrekten Wirbelsäulenprofils im fortgeschrittenen Lebensalter eines Patienten ist meist sehr individuell zu stellen, jedoch bei entsprechender Befundkonstellation sinnvoll oder sogar notwendig.

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