Artikel erschienen am 05.08.2026
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Denkmal trifft New Work

Das Projekt CITY WORKLIFE: Vom Bankhaus zum Lifestyle-Office

Von Julia Hidde, Braunschweig | Lars Hidde, Braunschweig | Sebastian Späth, Braunschweig | Justus Perschmann, Braunschweig

Foto: pülmanns

 

Mitten im Herzen Braunschweigs entsteht ein Projekt, das Vergangenheit und Zukunft auf besondere Weise miteinander verbindet. Das historische Gebäude am Bankplatz 6 blickt auf eine bewegte Geschichte zurück: Errichtet im Jahr 1853 nach den Plänen des Architekten Friedrich Louis Simon, einem Schüler Karl Friedrich Schinkels, war es zunächst Sitz der Braunschweigischen Bank und später Heimat des Oberlandesgerichts. Heute steht das denkmalgeschützte Gebäude vor einem neuen Kapitel.

Unter dem Projektnamen „CITY WORKLIFE“ entwickelt die Perschmann Gruppe gemeinsam mit HTP Architekten das traditionsreiche Haus zu einem modernen Büro-, Konferenz- und Veranstaltungsstandort weiter. Ziel ist es, die historische Identität des Gebäudes zu bewahren und gleichzeitig Räume zu schaffen, die den Anforderungen moderner Arbeitswelten gerecht werden.

Doch wie gelingt die Transformation eines mehr als 170 Jahre alten Denkmals in eine zeitgemäße Immobilie? Welche Herausforderungen ergeben sich aus Denkmalschutz, Baurecht, Technik und Nutzungskonzept?
Welche Fachdisziplinen müssen zusammenarbeiten, damit aus einer historischen Immobilie ein zukunftsfähiger Standort entsteht?

Das Projekt CITY WORKLIFE liefert Antworten auf diese Fragen. Es zeigt exemplarisch, wie anspruchsvoll die Entwicklung denkmalgeschützter Gebäude ist – und welche Chancen darin für Investoren, Unternehmen und Städte liegen können. Dieses Fallbeispiel gibt Einblicke in die Planung, die Herausforderungen und die Vision hinter einem Projekt, das historische Architektur mit den Anforderungen einer neuen Arbeitswelt verbindet.

 

 

Zwischen Denkmalschutz und moderner Nutzung
Warum die Entwicklung historischer Gebäude besondere Anforderungen stellt

Die Revitalisierung denkmalgeschützter Immobilien gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben in der Projektentwicklung. Anders als bei Neubauten treffen hier historische Bausubstanz, aktuelle gesetzliche Anforderungen und moderne Nutzungsansprüche unmittelbar aufeinander. Ziel ist es, den Charakter und die Identität eines Gebäudes zu bewahren und gleichzeitig die Voraussetzungen für eine zeitgemäße Nutzung zu schaffen.

Auch beim Projekt CITY WORKLIFE stand zunächst die Analyse des Bestands im Mittelpunkt. Bevor erste Planungen konkretisiert werden konnten, mussten bauliche Gegebenheiten, technische Voraussetzungen, denkmalpflegerische Anforderungen sowie die zukünftige Nutzung sorgfältig bewertet werden.

Dabei zeigt sich ein typisches Merkmal vieler Denkmalprojekte: Nicht jede Herausforderung ist von Beginn an sichtbar. Historische Gebäude bergen oftmals Überraschungen, die erst im Laufe der Planung oder Umsetzung erkannt werden.

Typische Fragestellungen bei der Entwicklung denkmalgeschützter Immobilien:

  • Welche Bauteile sind denkmalgeschützt und müssen erhalten werden?
  • Welche Eingriffe sind zulässig?
  • Welche Anforderungen stellen Brandschutz und Bauordnung?
  • Wie können moderne Haustechnik und digitale Infrastruktur integriert werden?
  • Welche energetischen Maßnahmen sind möglich?
  • Welche Auswirkungen haben die Vorgaben auf Kosten und Zeitplan?

Gerade deshalb ist die frühe Einbindung aller relevanten Beteiligten entscheidend. Neben Bauherrschaft und Architekten arbeiten bei Projekten dieser Art häufig Denkmalpflege, Bauverwaltung, Fachplaner, Statiker, Brandschutzexperten sowie zahlreiche weitere Spezialisten eng zusammen. Projektentwicklung bedeutet in diesem Zusammenhang weit mehr als Planung und Bau. Sie wird zur Koordinationsaufgabe unterschiedlichster Fachdisziplinen mit dem Ziel, historische Substanz und zukünftige Nutzung in Einklang zu bringen.


Wer wirkt an einem Denkmalprojekt mit?

  • Investor / Eigentümer
  • Architekten
  • Restauratoren
  • Bauhistoriker
  • Denkmalbehörden
  • Bauverwaltung
  • Statiker
  • Fachplaner TGA
  • Brandschutzplaner
  • Bauunternehmen
  • Vermarktungspartner

Je früher diese Akteure eingebunden werden, desto höher sind Planungssicherheit und Projekterfolg.

 

 

 

Historische Substanz. Moderne Arbeitswelt.
Das Konzept hinter CITY WORKLIFE

Die Anforderungen an Büroimmobilien haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Flexible Arbeitsmodelle, hybride Teams und neue Erwartungen an Arbeitsumgebungen führen dazu, dass klassische Bürostrukturen zunehmend hinterfragt werden. Vor diesem Hintergrund verfolgt das Projekt CITY WORKLIFE einen ganzheitlichen Ansatz. Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, der Arbeiten, Begegnung und Kommunikation miteinander verbindet. Geplant sind moderne Büroflächen, Konferenzbereiche sowie Veranstaltungs- und Begegnungsräume, die unterschiedlichsten Nutzeranforderungen gerecht werden können. Dabei bleibt die historische Architektur des Gebäudes sichtbar und prägend. Die Herausforderung besteht darin, moderne Nutzungsanforderungen in eine Gebäudestruktur zu integrieren, die ursprünglich für völlig andere Zwecke errichtet wurde.

Zu den wesentlichen Planungszielen gehören:

  • flexible Nutzungskonzepte
  • moderne digitale Infrastruktur
  • hohe Aufenthaltsqualität
  • nachhaltige Gebäudetechnik
  • attraktive Gemeinschaftsflächen
  • zukunftsfähige Arbeitsplatzkonzepte

Dabei gewinnt ein Aspekt zunehmend an Bedeutung: Büroflächen werden heute nicht mehr ausschließlich als Arbeitsorte betrachtet. Sie sind zugleich Orte für Kommunikation, Zusammenarbeit und Unternehmenskultur. Gerade hochwertige Bestandsimmobilien können hierfür besondere Qualitäten bieten. Historische Architektur schafft Identität und Wiedererkennbarkeit – Eigenschaften, die moderne Unternehmen zunehmend für sich nutzen möchten.

Das Projekt CITY WORKLIFE zeigt exemplarisch, wie historische Bausubstanz und moderne Arbeitswelten erfolgreich miteinander verbunden werden können.

Was Unternehmen heute von Büroflächen erwarten

  • flexible Grundrisse
  • Homeoffice-kompatible Konzepte
  • digitale Infrastruktur
  • Begegnungs- und Kommunikationszonen
  • Nachhaltigkeit
  • Innenstadtlagen mit guter Erreichbarkeit
  • identitätsstiftende Architektur

 

 

Gemeinsam ein Stück
Stadtgeschichte weiterentwickeln
HTP Hidde Architekten und die Perschmann Gruppe als Projektpartner

Die Entwicklung anspruchsvoller Bestandsimmobilien erfordert Erfahrung, Fachwissen und die Fähigkeit, unterschiedliche Interessen zusammenzuführen. Beim Projekt CITY WORKLIFE arbeiten mit HTP Architekten und der Perschmann Gruppe zwei Partner zusammen, die ihre jeweiligen Kompetenzen in die Revitalisierung des historischen Gebäudes am Bankplatz einbringen.

Während HTP Architekten die planerische und architektonische Entwicklung verantworten, begleitet die Perschmann Gruppe das Projekt auf Investorenseite und schafft die wirtschaftlichen und organisatorischen Voraussetzungen für die Umsetzung. Gemeinsames Ziel ist es, die historische Bedeutung des Gebäudes zu bewahren und gleichzeitig eine Nutzung zu schaffen, die den Anforderungen moderner Unternehmen gerecht wird.

Das Projekt verdeutlicht, dass nachhaltige Stadtentwicklung häufig dort beginnt, wo bestehende Gebäude neu gedacht werden. Gerade historische Immobilien bieten die Chance, Identität, Architektur und wirtschaftliche Nutzung miteinander zu verbinden.

FAZIT

Das Projekt CITY WORKLIFE zeigt beispielhaft, welches Potenzial in historischen Bestandsimmobilien steckt. Erfolgreiche Revitalisierung bedeutet heute weit mehr als Sanierung. Sie verbindet Architektur, Nachhaltigkeit und zukünftige Nutzung zu einem tragfähigen Gesamtkonzept – und leistet damit zugleich einen Beitrag zur Entwicklung lebendiger Innenstädte.

 

 

Perschmann Gruppe
Die Perschmann Gruppe ist ein familiengeführtes Unternehmen mit Ursprung im Werkzeughandel. Heute prägen die Geschäftsfelder Kalibrierdienstleistungen und Immobilien die Ausrichtung der Unternehmensgruppe. Im Immobilienbereich entwickelt und bewirtschaftet die Unternehmensgruppe ein eigenes Portfolio im Großraum Braunschweig.

Ziel der Aktivitäten ist die nachhaltige Schaffung und Sicherung von Immobilienwerten über den gesamten Lebenszyklus hinweg – von der Entwicklung über die aktive Bewirtschaftung bis hin zur strategischen Weiterentwicklung der Objekte.

Kontakt
Sebastian Späth
Tel.: 05307 933-227

Ulrike Többen
Tel.: 05307 933-168

immobilienmanagement@perschmann.de

 

HTP Hidde Architekten GmbH
HTP Hidde Architekten zählt zu den etablierten Wissenschaftsarchitektur- und Planungsgesellschaften der Region und ist darüber hinaus bundesweit in verschiedenen Projekten tätig, aktuell beim TU Institutsgebäude der Chemie. Das Unternehmen begleitet öffentliche und private Bauvorhaben unterschiedlicher Größenordnungen und verfügt über umfangreiche Erfahrung in den Bereichen Architektur und Revitalisierung von Bestandsimmobilien.

Kontakt
Julia und Lars Hidde
Tel.: 0531 390790
info@architekten-htp.de
www.architekten-htp.de

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